Wir sind im Land Sachsen-Anhalt als Träger einer Kindertagesstätte dazu angehalten uns regelmäßig einer freiwilligen Qualifizierung durch das Jugendamt zu unterziehen. In unserem Fall stellten wir uns diesen September zum zweiten Mal einer Begehung unter der Kindergarten-Einschätz-Skala KES-R des Jugendamtes. Vergangene Woche präsentierten uns die Prüferinnen das Ergebnis ihrer Begehung, in dem wir um einen guten Punkte besser abgeschnitten haben als vor drei Jahren. Alles in allem haben wir sechs von sieben Punkten erreicht und ein durchweg positives Feedback zu unserer Einrichtung bekommen.

Da die Einschätzung auch wesentlich auf einer Momentaufnahme basiert wissen wir gut mit den Maluspunkten umzugehen. Auch hier bleibt das Ziel einer weiteren Verbesserung. Wer mehr dazu wissen möchte, kann sich an Petra wenden, die dazu Auskunft dazu erteilt.

 

 

 

 

Was ist die Kindergarten-Einschätz-Skala -R?

Die 1997 von Prof. Dr. W. Tietze entwickelte Skala "KES" dient als ein Beobachtungsinstrument zur Untersuchung der pädagogischen Qualität in deutschen Kindergärten. Im Jahr 2001 wurde eine revidierte Fassung der KES erarbeitet und veröffentlicht (hierfür steht das "R"). Aktuell steht die KES unter einer weiteren Revision und soll noch in 2013 überabeitet erscheinen.

Die KES-R enthält 43 verschiedene Merkmale zur Förderung der Kinder im physischen, sozialen, emotionalen und kognitiven Bereich mit dem Ziel alle Faktoren zu erfassen, die den konkreten Erfahrungs- und Erlebnisraum der Kinder in der Einrichtung unmittelbar gestalten und beeinflussen.

Die Skala besteht aus 43 Ratings, mit denen die entsprechenden Merkmale der pädagogischen Qualität in 7 übergeordneten Bereichen eingeschätzt werden:

  1. Platz und Ausstattung (Innenraum; Mobiliar für Pflege, Spiel und Lernen; Ausstattung für Entspannung und Behaglichkeit; Raumgestaltung; Rückzugsmöglichkeiten; Kindbezogene Ausgestaltung; Platz für Grobmotorik; Ausstattung für Grobmotorik)

  2. Betreuung und Pflege der Kinder ( Begrüßung und Verabschiedung; Mahlzeiten und Zwischenmahlzeiten; Ruhe- und Schlafpausen; Toiletten; Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge; Sicherheit)

  3. Sprachliche und kognitive Anregungen (Bücher und Bilder; Anregung zur Kommunikation; Nutzung der Sprache zur Entwicklung kognitiver Fähigkeiten; allgemeiner Sprachgebrauch)

  4. Aktivitäten (feinmotorische Aktivitäten; künstlerisches Gestalten, Musik und Bewegung; Bausteine; Sand/Wasser; Rollenspiel; Naturerfahrungen/Sachwissen; Mathematisches Verständnis; Nutzung von Fernsehen, Video und/oder Computer; Förderung von Toleranz und Akzeptanz von Verschiedenartigkeit/Individualität)

  5. Interaktionen (Beaufsichtigung/Begleitung/Anleitung bei grobmotorischen Aktivitäten; allgemeine Baufsichtigung/Begleitung/Anleitung der Kinder; Verhaltensregeln/Disziplin; Erzieher-Kind-Interaktion; Kind-Kind-Interaktion)

  6. Strukturierung der pädagogischen Arbeit (Tagesablauf, Freispiel; Gruppenstruktur; Vorkehrungen für Kinder mit Behinderungen)

  7. Eltern und ErzieherInnen (Elternarbeit; Berücksichtigung persönlicher Bedürfnisse der Mitarbeiter; Berücksichtigung fachlicher Bedürfnisse der Mitarbeiter; Interaktion und Kooperation der Mitarbeiter; fachliche Unterstützung und Evaluation der Mitarbeiter; Fortbildungsmöglichkeiten)

Die pädagogische Qualität der Merkmale wird durch sieben Bewertungsstufen von 1 = "unzureichend" bis 7 = "ausgezeichnet" beurteilt.

Wer mehr wissen möchte:

z.B.: Tietze, W./Schuster, K.-M./Grenner, K./Roßbach, H.-G. (2005): Kindergarten-Skala (KES-R). Feststellung und Unterstützung pädagogischer Qualität in Kindergärten. 3. überarbeitete Auflage [Beltz] Weinheim.

Weitere Einschätzskalen aus der KES-Skalenfamilie sind die Hort-und Ganztagsangebote-Skala (HUGS), die Krippen-Skala (KRIPS-R) und die Tagespflege-Skala (TAS).


(Quelle der Angaben zu KES: Kita-Portal-MV)

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