aber nie Vokabellisten oder Flash Cards zu Gesicht bekommt – und natürlich auch nicht vom Englischen ins Deutsche (und umgekehrt) übersetzt wird? Ganz einfach: Man hat Spaß.

 

In den letzten beiden Jahren haben wir unter anderem Monsterschleim hergestellt, zwei Bücher illustriert (und professionell drucken lassen!), Kuschelkissen für die Lesenacht genäht. Wir waren einkaufen und haben wie die Menschen in Afrika Wasser auf dem Kopf über den Hof getragen. Zu Weihnachten haben wir Plätzchen verziert (und dabei reichlich Süßkram genascht). Wir singen fetzige Lieder, basteln und malen, turnen und laufen und spielen kreative Spiele.


Aber natürlich finden auch alle anderen Dinge des Alltags – von der Begrüßung zur Verabschiedung – bei Linda auf Englisch statt: das Trösten, wenn Mama gehen muss, das Frühstück, Freispiel und Morgenkreis, das Mittagessen (und natürlich auch mal das Schimpfen, wenn die Nudeln durch den Raum geschnipst werden), die Gutenachtgeschichte und der Mittagsschlaf (na gut, eigentlich wird dabei ja so gut wie gar nicht gesprochen). Danach das Vesper, die Nachmittagsaktivitäten, Obstpause, Abendbrot und Verabschiedung.
Und auch das stille Mittagsruhe-Angebot für die Vorschulkinder ist mindestens einmal die Woche auf Englisch.

 

Aber – bringt das Ganze eigentlich irgendwas – so ganz ohne Vokabeln?
Fragt man unsere Kinder, so werden diese mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen: 'Klar kann ich Englisch: Yes heißt ja und no heißt nein'. Dabei können sie noch so viel mehr:

 

  • Carlo hat es einmal geschafft einen 30-minütigen Singekreis komplett auf Englisch zu managen, inklusive der Ansagen, wer wann dran ist und der Zurechtweisungen, wenn zu viel ‚herumgealbert' wurde. (Das war übrigens auch für mich toll zu sehen).

  • Louisa und Lilly haben – als Fouxia neu im Kinderkasten war – gleich ein nettes Gespräch mit deren Mama angefangen, natürlich auf Englisch.

  • Als die Vorschüler letzte Woche den englischen Originalfilm 'Peter Rabbit' ansehen durften, haben sie ganze Sätze verstanden und gemeinsam auf Deutsch wiedergegeben.

  • Hanno hat in einem Elternangebot auf Nachfrage angegeben, dass Lebkuchenmann auf Englisch gingerbread man heißt

  • Erik B. hat (so wurde es mir zumindest von Mama berichtet) die gesamt Familie darüber aufgeklärt, was denn nun eigentlich diese ominösen scissors aus seiner Schwester Schulunterricht sind

 

Alle Kinder verstehen ohne Probleme die Dinge des Alltags. 'Brush your teeth' und 'clean-up time' sind mittlerweile in Fleisch und Blut übergegangen. Viele Kinder benutzen diese Wendungen auch, um sich selbst mitzuteilen – 'Ich hab' schon put on your shoes'.
Darüber hinaus verstehen sogar die kleinsten englische Bilderbücher und Reime und singen lauthals bei Englischen Liedern mit. 

 

Ein Beitrag von Linda

 

Go to top
JSN Boot template designed by JoomlaShine.com