Der Anfang der Spielzeugfreien Zeit im Kinder-K-A-STE-N

Am 04.11.10 wurde im Rahmen einer Elternversammlung das Projekt "Spielzeugfreier Kindergarten" vorgestellt. Seit 1992 wird in Deutschland an Kindergärten eine "spielzeugfreie Zeit" als Projekt für eine begrenzte Dauer durchgeführt und teilweise auch wissenschaftlich begleitet. Die spielzeugfreie Zeit soll für die Kinder lebenskompetenzfördernd wirken. Das Projekt wurde im Frühjahr bei den Elternversammlungen in den einzelnen Gruppen vorgestellt und mit positiver Resonanz aufgenommen. Am 28.10. wurden die ErzieherInnen durch eine Fortbildung auf das Projekt und die Durchführung vorbereitet.

Ab 15.11. sollen die Kinder vorgefertigtes Spielzeug in der Einrichtung in Umzugskisten packen und für circa acht Wochen in den Keller bringen und damit in "Urlaub" schicken. Zu dem verschickten Spielzeug gehören Puppen, Tiere, alle Arten von Brett/Gesellschaftsspielen, Bälle, Fahrzeuge, Sandspielzeug, Lego und z.B. der Kaufmannsladen. Es verbleiben die Möbel und die sonstige feste Einrichtung, Bücher, CDs, Verkleidungsmaterialien, Körbe, Naturmaterialien, Holzbausteine und Verpackungsmaterialien. Das Ziel der spielzeugfreien Zeit ist die Anregung der Fantasie der Kinder, die Aktivierung der Kinder, die eigenständige Schaffung von Alternativen zu vorgefertigtem Spielzeug, die Sensibilisierung für Gegenstände des täglichen Lebens, die Sammlung von Bewegungserfahrungen, die eigene Freizeitgestaltung und das Erleben und Aushalten von Langeweile.

Weiteres Ziel sind die Umwelterziehung, die Wiederverwertung von Rohstoffen und die Selbstgestaltung von Spielräumen und Spielwelten. Der Spielzeugtag entfällt für die Dauer der spielzeugfreien Zeit, alternativ können auf Wunsch des Kindes Bastelmaterialien von zu Hause mitgebracht werden. Weiterhin können Kuscheltiere zum Schlafen mitgebracht werden.
Die Initative zur Gestaltung und Neuerstellung von alternativem Spielzeug soll von den Kindern ausgehen, die Eltern möchten die Kinder bitte nicht zu Hause mit Vorschlägen für die Einrichtung instruieren. Allerdings können die Kinder in maßvollem Umfang Bastelstoffe von zu Hause mitbringen. Bei anderen Einrichtung ist es im Rahmen der spielzeugfreien Zeit dazu gekommen, daß die teilnehmenden Kinder auch zu Hause ihr Spielzeug in Urlaub schicken wollen. Weiterhin weiss man aus den Erfahrungen anderer, daß der Übergang in die spielzeugfreie Zeit wird für die Kinder und die Einrichtung eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen wird.

 

 

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