3. Spielzeugfreie Zeit im Kinderkasten

Langsam gewöhnen wir uns alle einmal jährlich diese interessante Zeit mit den Kindern vorzubereiten, Eltern mit ins Boot zu nehmen und gelassen dieser doch eigentlich sehr ungewöhnlichen Zeit entgegenzugehen.

Der größte Teil der Kinder, besonders im OG, erinnerte sich noch an das letzte Mal vor ca. einem Jahr, und sie freuten sich das Spielzeug in den Urlaub zu schicken, Kartons und andere Materialien von zu Hause mitzubringen, viel zu basteln und zu malen.

 

 

 

 

 

 

Die Kleinen aus dem Krippenbereich hatten nun gar keine Probleme, da sie insgesamt frühzeitig im Krabbelnest an diese Spielmaterialien gewöhnt sind. Seien es Papprollen, Deckel, Plastebehälter etc.

 

Das Hantieren und Probieren damit ist ihnen bekannt. Nach und nach kamen auch mal gänzlich andere Materialien dazu. Besonders interessant waren die großen Kartons, die sehr viel motorisches Geschick erforderten. Bei den etwas größeren Krippenkindern regten die Materialien vermehrt zu Kreativität und Fantasie an, so dass diese in Trinkgefäße, Musikinstrumente, Hüte etc. umgewandelt wurden.

   

Im Kinderland wurde beobachtet, dass die Kinder sich viel ausgelassener und vielseitiger beschäftigten. Es herrschte täglich reges Treiben beim Probieren und Umfunktionieren. Vermehrt kamen Kreisspiele, Singen mit Gitarre und Bücher zum Einsatz. Die Erzieher im Krippenbereich sahen diese Zeit als sehr angenehme Bereicherung und konnten positive Entwicklungen bei den Kindern erkennen.

   

Auch im Obergeschoss bei den Kindergartenkindern (3 bis 6 Jahre) wurde die gesamte Zeit als sehr positiv bewertet.

Zwar hatten gerade am Anfang die Vorschulkinder Probleme mit der gegenwärtigen Situation klar zu kommen, wussten nicht so richtig etwas anzufangen, mussten Langeweile aushalten, aber schließlich entstanden wundervolle Kunstwerke, Fußballspiele, Bälle, Briefkästen usw.

 

Die Kleineren übten sich im Umgang mit der Schere, mit Stiften und Klebeband. Sie trennten, setzten zusammen, klebten aneinander und waren unermüdlich. Anfangs wurde viel gemalt, besonders die Mädchen, und es entstanden sehr detailierte Bilder. Auch im Umgang mit Pinseln und Farben konnten sich die Kinder im Malatelier ausprobieren. Anders als in den zurückliegenden SFZ integrierten die Kinder ihre entstandenen Kunstwerke nicht in ihr Spiel. Sie begannen später mit Rollenspielen und etlichen „Als-Ob“-Situationen. Dabei entfaltete sich viel Fantasie und auch Ausdauer: Sie nahmen Kontakte auf, organisierten sich selbst, sprachen sich untereinander ab und halfen sich gegenseitig. Das war sehr positiv für uns zu beobachten. Viele Rollenspiele konnten auf der Bühne in der Theaterwerkstatt beobachtet werden. Die Mittleren waren eifrig dabei Butzen zu bauen, Steinzeithäuser und Hundehütten.

Kinder, die bisher in der Handhabung von Schere und Stift noch Schwierigkeiten hatten, probierten sich selbst aus und erzielten eigene Erfolge.

 

Aufgefallen war uns auch, dass nach zwei Monaten alle Kinder endlich richtig angekommen waren, und keiner mehr nach herkömmlichen Spielmateriaien in der Einrichtung fragte - so als sei es immer so gewesen. Das sind schon bemerkenswerte Erkenntnisse.

Wir sind immer wieder vom Erfolg einer SFZ überrascht. Auch in diesem Jahr war es so, obwohl mal etwas anders verlaufen als sonst.

   

Wir freuen uns jedenfalls schon auf das nächste Jahr!

TEAM Kinderkasten i.V. Petra Prill

 

 

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